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1. Grundsätzliches

Staatliches Schulamt

im Landkreis Kitzingen

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"Ein Boot kommt nicht voran,

wenn jeder auf seine Art rudert."

Sprichwort auf Swahili

Der Weg eines Kindes in das Leben in unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen, denen es in der Regel in Begleitung von Eltern, Familienmitgliedern, verschiedenen Bezugspersonen und professionellen Erziehern begegnet und mit deren Unterstützung es neue Aufgaben bearbeiten kann. Viele Schritte muss es selbstständig gehen und aus eigener Kraft vorankommen.

 

Der Übergang von einer dem Kind bzw. dem Jugendlichen vertrauten Umwelt, von einer Bildungseinrichtung in eine folgende, spielt eine herausragende Rolle bei der Bewältigung von neuen Lebenssituationen. Dazu gehört der Wechsel von dem gewohnten Tagesablauf in der Familie in die Kindertagesstätte genauso wie der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule. Des Weiteren spielt der Übertritt in eine weiterführende Schule eine wesentliche Rolle für den Verlauf des Bildungsweges. Im optimalen Fall folgen die Übergänge in Ausbildung, Berufsschule, Fachhochschule oder Universität.

 

Das vom Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer erklärte Ziel, Strukturen in Unterfranken zu schaffen für eine optimale Förderung der Kinder und Jugendlichen, ist für alle Bildungseinrichtungen im Regierungsbezirk eine kontinuierliche Aufgabe und stellt folglich eine permanente Herausforderung aller an Erziehung und Bildung Beteiligten dar.

Regionale Strukturen erlauben den Blick über den Zaun des eigenen Wirkungsbereichs, ermöglichen das Lernen an Best- Practice- Beispielen und lassen Synergieeffekte nutzbar machen. Voraussetzung dafür ist allerdings der konsequente Aufbau von lokalen Netzwerken in den einzelnen Schulamtsbezirken, schließlich befinden sich vor Ort die „Keimzellen“ der Kooperation zwischen den Bildungseinrichtungen: Kindergärten, Grund-, Haupt- und Förderschulen, Real- und Wirtschaftschulen sowie Gymnasien.

Damit die Schnittstellen zwischen den einzelnen Stationen im schulischen Werdegang eines Kindes geschlossen und durch deren enge Verzahnung ein gelingender Übergang gewährleistet werden kann, müssen all diejenigen, die an der Erziehung und Bildung unserer Kinder und Jugendlichen beteiligt sind, nämlich Eltern, Erzieherinnen, Lehrkräfte, Erziehungsberatung, Ausbildungsleiter u.a. an einem Strang ziehen, müssen sie gemeinsam in eine Richtung rudern. So werden die Heranwachsenden erfahren, dass sie auf Ihrem Weg in die Zukunft nicht alleine gelassen werden. Vielmehr stehen ihnen Menschen zur Seite, die sie begleiten und unterstützen, die sie ihren Fähigkeiten entsprechend fördern und fordern. So werden sie in ihrer Persönlichkeit individuell gestärkt und fühlen sich angenommen. Sie erfahren Wertschätzung von außen und wachsen an ihren Aufgaben.

Erzieherinnen, Lehrkräfte, Verantwortliche in der Schulaufsicht und externe Partner im Schulamtsbezirk Kitzingen stellen sich bereits seit einigen Jahren besonders intensiv der Aufgabe, die Übergänge zwischen

    Kindergarten und Grundschule

    Grundschule und weiterführenden Schulen (Hauptschule, Realschule, Gymnasium)

    Förderschule und Grund- bzw. Hauptschule

    Hauptschule und Berufsausbildung


zielgerichtet zu gestalten. Auf der Basis der Zusammenarbeit dieser Pädagogen und außerschulischen Partner ist der Schulamtsbezirk Kitzingen auf einem guten Weg, Brücken zwischen den einzelnen Stationen der schulischen Laufbahn der Kinder zu bauen und ihnen dadurch das Abschiednehmen von einem gewohntem und den Beginn in einem neuen, noch recht unbekannten Arbeitsfeld zu erleichtern.


 

Deshalb ist es Ziel der im Schulamtsbezirk für die Erziehung und Bildung Verantwortlichen

    Kinder stark zu machen und zu begleiten

    die schulartübergreifende Zusammenarbeit zu fördern

    Eltern zu beraten und zu unterstützen

    mit externen Partnern zu kooperieren.

Eine Übersicht über die bisher geleistete Arbeit im Regierungsbezirk Unterfranken finden Sie in „Virtuelle Grundschule“. Diese Plattform stellt gelungene Beispiele der Kooperation und der Übergangsgestaltung dar und belegt somit anschaulich, welche Formen der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bildungseinrichtungen durchgeführt wurden.

 

Sie sollen als Anregung für die eigene Arbeit dienen, sollen motivieren, mit anderen ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam Möglichkeiten der Kooperation auszuprobieren. Darüber hinaus können Termine für Aktionen,

Projekte etc. angekündigt werden, so dass sich interessierte Kolleginnen und Kollegen zu Hospitationen und Veranstaltungen melden können, sofern das gewünscht wird. Die Dokumentation zeigt das enorme Engagement der Erzieherinnen und Lehrkräfte in vielfältigen Aktivitäten sowie die schulartübergreifende Planung der Verantwortlichen im Bildungsbereich.


 

Lassen Sie sich anstecken von den Ideen und machen Sie mit, denn:

 

Die Arbeit,

die man sich selbst vorgenommen hat,

ist nie unmöglich.

Sprichwort der Gikuyu

 

Wenn Sie Beiträge zu dieser Thematik haben, so nehmen Sie mit dem Staatlichen Schulamt Kontakt auf oder senden Sie diese per Email an das Staatliche Schulamt im Landkreis Kitzingen unter:

irma.amrehn@kitzingen.de. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Kitzingen, im Januar 2009

Irma Amrehn

Schulamtsdirektorin

2. Übergang Kindergarten-Grundschule

Am Freitag, den 18.12.2009, besuchte Frau Schulamtsdirektorin Irma Amrehn vom Staatlichen Schulamt im Landkreis Kitzingen das Grundschulseminar von Seminarrektorin Anneliese Pollak.


 

„Zum Wandel ist nur der bereit, der ihn selbst mitgestalten kann.“


 

Mit diesem Zitat begrüßte Frau Amrehn das Grundschulseminar Würzburg IV Kitzingen (GS) und machte alle Veranstaltungsteilnehmer sogleich auf ihre wichtige Rolle bei der Gestaltung von Übergängen aufmerksam.

Immer wieder hat der Mensch Übergänge in seinem Leben zu bewältigen. In Deutschland erlebt jedes Kind zwei eminent wichtige bereits im Grundschulalter - zum einen den Übergang der Einschulung, zum anderen den Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule. Dabei bedeutet der neue Lebensabschnitt zugleich Herausforderung als auch Möglichkeit. Die Übergänge im Kindesalter so sanft wie möglich zu gestalten, ist Frau Amrehns Anliegen.

Schon zu Beginn wurde den Teilnehmern klar, dass die enge und persönliche Kommunikation und Kooperation zwischen den verschiedenen Schularten und Erziehungsstätten eine ganz besondere Rolle für die Schulamtsdirektorin spielen. Der Erfolg hängt von allen Beteiligten ab - den Kindern, den Eltern, den Erziehern, den Volksschul-, Realschul- oder Gymnasiallehrkräften. Der Grundstein ist die persönliche Kontaktaufnahme.

Eindrucksvoll schilderte Frau Amrehn, dass bei allen Überlegungen immer das Kind im Mittelpunkt steht. So gilt es für das System Schule das Kind genau da abzuholen, wo es sich im Moment befindet, um letztendlich die heterogene Schülerschaft optimal zu fördern und jedes einzelne Kind in seiner Selbstkompetenz zu stärken.

Dazu sollte sich das System Schule an das Kind anpassen und nicht umgekehrt.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung stellte die Schulamtsdirektorin sowohl den Aufbau der beiden Homepages „Virtuelle Grundschule“ und „Übergänge gestalten“ als auch die Aktionen des Schulamtes Kitzingen wie das Schreibprojekt mit dem Schriftsteller Paul Maar und das kindgemäße Theaterstück zum Thema „Übergang“ mit Clown Batschu vor. Sie motivierte das Seminar zur Teilnahme. Weiter gab Frau Amrehn genaueren Einblick in bereits realisierte Projekte, wie beispielsweise den Einsatz von sogenannten „Lotsen“ als Bindeglied zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen.


 

Anschließend sollte sich jeder Lehramtsanwärter Gedanken machen, inwiefern Projekte an seiner Schule zur Gestaltung von Übergängen bereits verwirklicht werden und inwieweit er selbst an dem Vorhaben „Übergänge gestalten“ mitwirken kann. Dabei stellten die Seminarteilnehmer ihre Ergebnisse wie folgt zusammen:


 

Übergang 1

â— Besuche der Kindergartenkinder an der Grundschule

◠Besuche der Erstklässler im Kindergarten

◠Gemeinsame Sport- und Spielfeste von Kindergärten und Grundschule

◠Jahrgangskombinierte Klassen in den ersten beiden Jahrgängen

â— Einsatz von Tutoren oder Lesepaten an der Schule

 (Drittklässler kümmern sich um Erstklässler)


 

Übergang 2

◠Partnerschaften zwischen 4. Klassen der Grundschule und 5. Klassen der weiterführenden

 Schulen

◠Brieffreundschaften zwischen 4. und 5. Klassen in den Fächern Deutsch oder Englisch

◠Besuche der Viertklässler an den weiterführenden Schulen

◠Einladungen von Schülern verschiedener Jahrgangsstufen der weiterführenden Schulen an

 die Grundschule

◠Gegenseitige Hospitationen der Erzieher (KIGA-1. Klasse) und Lehrkräfte (4.-5. Klasse)

◠Informationsveranstaltungen für Eltern


 

Neben diesen Punkten, die vor allen Dingen auf die Kooperation der verschiedenen Institutionen abzielen, darf jedoch nie die persönliche Beziehung zwischen der Lehrkraft und den Schülerinnen und Schülern außer Acht gelassen werden.

Das „Wirken im Kleinen“, wie es Seminarrektorin Anneliese Pollak anfügte, ist von eminenter Bedeutung. Auch hier reflektierten die Seminarteilnehmer ihren persönlichen Umgang und definierten für sich Ziele. Zusammengefasst lauteten diese, eine angstfreie Atmosphäre zu gestalten und viele wertschätzende Gespräche zu führen, sei es mit den Schülern selbst, den Eltern oder den pädagogischen Kollegen.

 


 

Andreas Süßmeier,

Lehramtsanwärter Grundschule Kitzingen - Siedlung

3. Übergang Grundschule - weiterführende Schulen


Schulartübergreifende Veranstaltung zum Übergang Grundschule-weiterführende Schulen mit Clown Batschu

4. Übergang Mittelschule - Berufsschule

 

Übergänge gestalten – Zusammenarbeit Mittelschule-Berufsschule

Das Staatliche Schulamt im Landkreis Kitzingen veranstaltete zusammen mit der Beruflichen Schule Kitzingen-Ochsenfurt einen Erfahrungsaustausch mit den Lehrkräften, welche für die Technik-Fächer zuständig sind.

Zum Bericht: (PDF) Zusammenarbeit Mittelschule-Berufsschule