|
Wie kommt der Frosch in den Computer?
Abschlussveranstaltung der Digitalen Kitzinger Schreibwerkstatt
Mit einer Abschlussveranstaltung im Schelfenhaus Volkach ging die Digitale Kitzinger Märchenwerkstatt 2011 zu Ende. Fünf unterfränkische Märchenerzählerinnen, die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften und Schulleitungen sowie etliche Gäste konnten die vielfältigen Ergebnisse live erleben.
Die Initiatoren des in dieser Form bisher einmaligen Projektes für Grund, Haupt- und Mittelschulen, Schulamtsdirektorin Irma Amrehn, Kitzingen, und MB a.D. Rudi Schmitt, Virtuelle Schule e.V., begrüßten im Festsaal der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zahlreiche Zuhörer, unter ihnen Bürgermeister Peter Kornell von der Stadt Volkach.
Die Verbindung von traditionellen Märchen und digitalen medialen Formen wie Video, Podcast oder Wiki bildete das Kernstück dieses Projekts, das von der Märchenstiftung Walter Kahn finanziell sehr unterstützt wurde. So war es nur folgerichtig, dass Irma Amrehn einleitend in einem selbst verfassten Märchen die Frage stellte, wie denn der Frosch in den Computer gekommen sei.
Die Antworten auf diese Frage waren vielfältig, sowohl in einer Videosequenz, durch Rudi Schmitt präsentiert und erläutert, als auch live in ausgezeichneten Beiträgen beteiligter Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll vorgetragen. Die Palette reichte vom Märchen-Rap der Mittelschule Wiesentheid über das Erzählen für andere (Marktbreiter Mittelschüler erzählen den Grundschülern ein Märchen) bis zu einer Premiere von TV Volkach mit den neusten (Märchen-)Nachrichten aus der Region. „Erzählen nach Merkbildern“ war das Thema der Schülerinnen und Schüler aus der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung. Die Gruppe aus der Volksschule Unterpleichfeld zeigte den Zuhörern, wie man ein „Märchen aus dem Karton“ darbietet. Einer der Höhepunkte war sicher der von zwei Schülern der Klassen 4a und 5a der Grund- und Hauptschule Dettelbach vorgetragene Rap „Der Eisenhans“.
Die Ergebnisse konnten sich sehen (und hören) lassen. Auch die Märchenerzählerinnen (in einem Resümee vertreten durch ihre Sprecherin Frau Brigitte Klinkel) sowie die Lesebeauftragte des Schulamtsbereichs Kitzingen, Frau Petra Nellen, waren in ihrem kritischen Abschlussbericht voll des Lobes.
Das Projekt hat dank der engagierten und kreativen Arbeit aller beteiligten Lehrkräfte erreicht, was beabsichtigt war: eine Vielzahl von unterschiedlichen Formen der Ausgestaltung des Märchens zu erproben und das Märchen wieder in das Bewusstsein seiner Leserschaft im schulischen Bereich und Umfeld zu rücken. Darüber hinaus gelang es, eine Brücke zu bauen zwischen Grundschule und Haupt- bzw. Mittelschule: Übergänge wurden ganz konkret gestaltet.
Der Frosch ist also tatsächlich im Computer angekommen. Bleibt zu hoffen, dass er für die Kinder in ihrem Herzen in bester Erinnerung bleibt.
Mehr unter http://www.uebergaengegestalten.de/825.html
|